Medienkongress Villingen-Schwenningen – Kinder und Jugendliche in Sozialen Netzwerken / Medienkongress / Villingen-Schwenningen /

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SOCIAL NETWORK – DIE REVOLUTION DER KOMMUNIKATIONh1

Kommunikation mit digitalen Medien: Kundenkommunikation, Facebook-Biographien,
Shitstorms und virtuelle Gerüchte in Zeiten von Social Media

Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende massive Erfolg von Sozialen Netzwerken brachte – unterstützt durch User Generated Content und die vielfältigen Möglichkeiten des Web2.0 – eine neue Kommunikationskultur hervor: Kommunikation wird nicht mehr klassisch durch institutionalisierte Massenkommunikationsmedien (wie Zeitung, Hörfunk und/oder Fernsehen) bestimmt, sondern zunehmend durch die elektronisch verbreitete Meinungen Einzelner beeinflusst, denen sich andere Nutzer anschließen („liken“) können oder diese als Grundlage und Auslöser für eine virtuelle Diskussion verwenden. Fokussiert wird hierbei besonders das spannende Thema der Meinungsbildung durch Medien unter besonderer Berücksichtigung der nicht immer vorhandenen Objektivität.

Diese neuen Kommunikationsstrukturen ermöglichen es nicht nur einer größeren Anzahl an Menschen als Nachrichtenlieferanten für klassische Massenmedien aufzutreten (wie diese beispielsweise die „Leser-Reporter“ bei der BILD-Zeitung tun können), oder als Nachrichtenlieferanten außerhalb von klassischen Massenmedien über Ereignisse im Netz zu informieren („Grassroot Journalism“, wie er sehr erfolgreich bei den Bombenanschlägen von London praktiziert wurde), sondern diese zunehmend von breiten Bevölkerungsschichten genutzten elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten des Internet sind Auslöser für weitgehende Veränderungen der Kommunikation, die einzelne Bürger, und Gemeinschaften gleichermaßen betreffen können:

Zahlreiche Nutzer von Sozialen Netzwerken kommunizieren täglich in diesen Netzwerken ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen diese Beiträge später einmal auf den eigenen privaten oder beruflichen Lebensweg haben können, wenn diese Kommunikationsbeiträge zu einem späteren Zeitpunkt unter anderem inhaltlichen Fokus und weitgehend dekontextualisiert neu interpretiert werden. Neben Auswirkungen und Schäden, die solche Beiträge in vermeintlich geschützten Kommunikationsräumen für den Nutzer selbst haben, verzeichnen auch zahlreiche öffentliche Institutionen sowie Firmen derzeit Schäden durch unreflektierte Kommunikation in Sozialen Netzwerken; beispielsweise, wenn ein Mitarb

eiter seinem digitalen Freundeskreis abends mitteilt, dass er sich tagsüber über Kollegen oder Kunden geärgert hat – während der eine oder andere Kunde über seine „Freundesliste“ ebenfalls Zugang zu diesem Posting hat. Schon heute hat aber auch die Möglichkeit der weitgehend anonymen Kommunikation im Internet massive Auswirkungen für Lehrer, Politiker, Gewerbetreibende, KMUs und Großkonzerne, da so genannte Bewertungsportale im Internet sich großer Beliebtheit erfreuen: Für nahezu alle Produkte und Dienstleistungen gibt es die Möglichkeit mehr oder weniger ausführliche und fundierte Bewertungen auf www.qype.de, www.ciao.de oder www.dooyoo.de zu hinterlassen. Zahlreiche Nutzer greifen auf diese Informationen für eine Meinungsbildung zurück – und es liegt auf der Hand, dass negative Bewertungen (unabhängig davon ob sie begründet sind oder unbegründet) zunehmend massiven Einfluss auch den Erfolg der jeweiligen Ideen und Inhalte haben. Schon heute können viele Behörden, Schulen, Universitäten, politische Institutionen, aber auch Firmen und Gewerbetreibende ein Lied davon singen, wie subjektiv die sogenannte „objektive Bewertung“ auf verschiedenen WebSeiten und Portalen erfolgt und wie es schier unmöglich ist, solche Einträge erfolgreich zu revidieren bzw. zu löschen.

Eine zielführende Kommunikation spielt aber auch für Gemeinden, Verbände und andere soziale Gruppen eine zunehmend größere Rolle um komplexe Entscheidungen den Bürgern verständlich zu kommunizieren und gleichzeitig die Sorgen und Ängste der Bürger aufzugreifen, in den Kommunikationsprozess wertschätzend zu integrieren und bei der Weiterentwicklung von Themen zu berücksichtigen. Dies gilt auf regional-politischer Ebene gleichermaßen wie auf nationaler Ebene. Und dies gilt in der Kommunikation tagesaktueller regional-politischer Entscheidungen (Bau einer Umgehungsstraße) genauso, wie im Falle von Krisenkommunikation auf regionaler Ebene (beispielsweise die Kommunikation im Anschluss an den Duisburger Unfall bei der Loveparade).

Rückblende der letzten Jahre:

Rückblende 2012
Rückblende 2010
Rückblende 2008
Rückblende 2006

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